Reinhold MESSNER: Die Kritik und das Interview

Reinhold Messner ist ein Phänomen: Er hat alle Achttausender bestiegen, ohne Sauerstoffflasche, er hat die Pole und Grönland durchquert und über seine Gipfelerfahrungen allein 50 Bücher geschrieben. Ehrgeiz und Eitelkeit, das sind laut Messner die Eigenschaften, die es braucht, wenn man Extremsport auf den Bergen betreibt. Auch in Andreas Nickels Doku „Messner“, die den Werdegang des Südtirolers minutiös nachzeichnet, kommt Messner selbst ausführlich zu Wort. Herrliche Bergaufnahmen, auch originales Material von Messners legendären Aufstiegen zum Nanga Parbat, wo er 1970 seinen Bruder Günther verlor, oder zum Mount Everest, machen „Messner“ zu einer Doku mit großem Schauwert für Alpin-Fans.

Aber auch die stets polarisierende Figur Reinhold Messner wird hier seziert: Nickel gelingen etliche detaillierte Einblicke in die Denke dieses Mannes, der durch seinen persönlichen Almauftrieb weltberühmt wurde. Allein: letztlich ist alles sehr konventionell-konservativ in Szene gesetzt. Der gigantischen Berg-Szenerie wird leider eine allzu schlichte 08/15-Dramaturgie beigestellt.

Matthias Greuling
MESSNER von Andreas Nickel läuft derzeit in den österreichischen Kinos.

Im Wiener Hotel „Das Triest“ traf ich Reinhold Messner am 26. September 2012 zum Interview über die Doku „Messner“, das Sie hier sehen können:

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