Melanie Griffith mag 50 Shades of Grey nicht sehen – Locarno 2014

Melanie Griffith genießt das Rampenlicht. Zu lange schon ist es ihr künstlerisch verwehrt geblieben, hatten Schlagzeilen bestenfalls über ihre Schönheits-OPs oder über die Trennung von ihrem Mann Antonio Banderas berichtet. Das soll jetzt vorbei sein: „Ich bin mittlerweile schon so alt, dass ich über der unbarmherzigen Hollywood-Regel drüberstehe. Jene Regel, die besagt, dass man ab 40 zum alten Eisen gehört“, gibt sich die Schauspielerin kämpferisch. Am 9. August feiert sie ihren 57. Geburtstag.

Melanie Griffith, entspannt in Locarno. (Foto: Katharina Sartena)
In Locarno zelebriert Griffith ihre erste, zaghafte Rückkehr ins Rampenlicht: Die Jung-Regisseurin Rachel McDonald konnte Griffith für ihren 24-minütigen Kurzfilm „Thirst“ („Durst“) gewinnen, in dem Griffith eine Alkoholikerin spielt. „Ich spiele das, weil ich selbst Alkoholikerin bin und genau weiß, wie sich das anfühlt“, sagte sie in Locarno. „Und außerdem möchte ich dieser jungen Regisseurin durch meine Mitwirkung weitere Projekte ermöglichen. Sie ist sehr talentiert, ihren Namen sollten Sie sich merken“.

Filmangebote gesucht

Und weil sich Melanie Griffith wieder bereit für Filmangebote fühlt, betonte sie auch, dass sie „zu haben“ wäre: „Denn momentan halten sich die Angebote noch in Grenzen“, erzählte sie. Der Altersbonus, den sie nunmehr ihr Eigen wähnt, habe nämlich den Vorteil, „dass ich jetzt wirklich alles spielen kann, zumal bald alle meine Kinder aus dem Haus sind“. Sie drückt es so aus: „I’m gonna do whatever the fuck I wanna do!“


Die nächste Generation im Hause Griffith steht übrigens schon in den Karriere-Startlöchern: Die 24-jährige Dakota Johnson, Griffiths gemeinsame Tochter mit Ex-Partner Don Johnson, wird demnächst in der Verfilmung des Skandal-Buchs „50 Shades of Grey“ in der Hauptrolle zu sehen sein. „Sie ist einfach großartig“, jubelt Griffith. „Und sie wird all die Fehler ihrer Mutter und auch ihrer Großmutter (Schauspielerin Tipi Hedren, Anm.) nicht mehr machen“. So sieht eine stolze Mama aus. 


Jedoch: So richtig teilhaben am Erfolg von Dakota will Melanie nicht: „Wir haben das schon im Vorfeld vereinbart: Ich wünsche ihr alles Gute für diese Rolle, aber anschauen werde ich mir diesen Film sicher nicht“.

Matthias Greuling, Locarno

Dieser Beitrag ist auch in der Wiener Zeitung erschienen.
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